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By A. Grunenberg

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Ihre Ablehnung traf diesen Staat aber auch, weil er nicht in der Lage war, den Prozeß der Moder­ nisierung wirklich zu lenken, sondern zu seinem Objekt wurde. Dagegen setzten Marx und Engels auf einen Staatsapparat, der Vermittlungsagentur gesellschaftlicher Interessen sein sollte. Dieser war aber in ihren Augen erst möglich, wenn diejenige Klasse abgesetzt, realiter: vernichtet war, die die Nutznießerin der modernen Gesellschaft war: das Bürgertum. Die marxistische Variante der Umgestaltung der Moderne war im Kern nicht so unterschiedlich von der Vision Max We43 bers.

Die Abdankung des Kaisers und der Rücktritt der Generäle, die ihre Niederlage mit der Legende über die treulose Heimat («Dolchstoßlegende») bemäntelten, setzten den Hoffnungen auf die Generalreinigung, auf das Weltgericht des Weltkrieges und den gloriosen Neuanfang ein abruptes Ende. Der hehre Anspruch löste sich im Dreck der Schützengräben, in der Arbeitslosigkeit ausgemusterter Soldatenmassen auf. Unter diesen Umständen wurde der Neuanfang, das neue politische Sy­ stem, von einem schier unerschöpflichen Strom ablehnender Stimmen, von Mißtrauen, Interesselosigkeit blockiert.

61 Die Linie zieht sich durch das erste Drittel des 20. Jahrhunderts, bis zum bitteren Ende: In der Ideologie der Nationalsozialisten, in den Köpfen der kriegplanenden Generäle und Offiziere wurde der Überfall auf die Länder Europas im Zweiten Weltkrieg als Kampf der bedrängten Deutschen gegen ihre Feinde geführt Frankreich und England auf der einen Seite; Rußland auf der anderen Seite. Wer aber waren die Deutschen? In einer Rede, die der Dich­ ter Hugo von Hofmannsthal — ein Österreicher - im Januar ig27 an der Münchner Universität hielt, in einer Zeit der relati­ ven Beruhigung, als man meinen konnte, die Republik würde allmählich von der Bevölkerung angenommen, beschreibt er, sich auf Nietzsche stützend, die Deutschen als Masse von ein­ samen Suchern.

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Antifaschismus — ein deutscher Mythos by A. Grunenberg


by Thomas
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